Kernbotschaft: Die Veröffentlichung von Bestehensquoten und reinen Preislisten verzerrt den Wettbewerb und führt zur Diskriminierung schwächerer Schülergruppen.
1. Das Risiko der Erfolgstransparenz
Gefahr der Selektion: Wenn Fahrschulen gezwungen werden, Bestehensquoten zu veröffentlichen, müssten sie Fahrschüler mit Sprachproblemen oder Lernschwierigkeiten ablehnen, um ihre Quote nicht zu gefährden.
Verzerrte Statistik: Reine Zahlen berücksichtigen nicht, ob ein Schüler die Prüfung im ersten oder dritten Anlauf bestanden hat, was das Ergebnis verwässert und Interessenten eher verwirrt als informiert.
Ignoranz der Klientel: Die Arbeitsgruppe ignoriert, dass nicht jeder Schüler Deutsch in Wort und Schrift perfekt beherrscht.
2. Die Kostenwahrheit (Preistransparenz)
Der Fehler im Detail: Die Gesamtkosten eines Führerscheins hängen massiv von individuellen Faktoren ab: Anzahl der Übungsstunden, versäumte Termine oder notwendige Wiederholungsprüfungen.
Betriebswirtschaftliche Realität: Jede Fahrschule muss regional kalkulieren (Miete, Gehälter, Leasing, Treibstoff). Ein Vergleichsportal kann diese notwendige Kalkulation nicht abbilden.
Der wahre Preistreiber: Wenn die Politik den Führerschein wirklich günstiger machen will, sollte sie die 19% Mehrwertsteuer auf die Ausbildungskosten senken oder sogar ganz abschaffen.
Mein Vorschlag: Anerkennung der Fahrschulausbildung als "allgemein bildende Einrichtung". Grundlage Umsatzsteuergesetz (hier Niedersachsen *)
*Andere Bundesländer können unterschiedliche Gesetzte haben
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