Die geplante Reform führt nicht zu mehr Effizienz, sondern zu einem massiven Anstieg der Durchfallquoten und zur sozialen Benachteiligung schwächerer Schüler.
A. Das Scheitern des reinen Online-Unterrichts
Pädagogischer Verlust: Digitales Lernen ersetzt keinen Präsenzunterricht. Im direkten Kontakt trauen sich Schüler eher, Fragen zu stellen; der Fahrlehrer kann individuell durch Skizzen oder Erklärungen auf Lernschwierigkeiten reagieren.
Nachhilfe-Effekt: Erfahrungen aus der Pandemie zeigen, dass digitaler Unterricht zu einem deutlich erhöhten Bedarf an Nachhilfestunden geführt hat.
Soziale Selektion: Während sehr gute Schüler profitieren, fallen durchschnittliche und besonders langsam lernende Schüler („Digitale Demenz“ nach Prof. Spitzer) bei reinem Online-Lernen durch das Raster.
B. Die Ursachen der hohen Durchfallquoten
Sprachbarrieren: Der Anteil von Schülern mit Sprachschwierigkeiten liegt in manchen Fahrschulen bei bis zu 100%. Diese Schüler benötigen eine intensive persönliche Betreuung durch den Fahrlehrer, die online nicht leistbar ist.
Qualitätskontrolle: Bisher schützt die Vorab-Kontrolle durch die Fahrschule die Schüler vor den unnötigen Kosten einer aussichtslosen Prüfung.
C. Fehlgesteuerte „Eigenverantwortung“
Prüfungs-Chaos: Wenn Schüler sich „eigenverantwortlich“ ohne Reifeprüfung anmelden dürfen, werden Wissenslücken erst in der (kostenpflichtigen) Prüfung sichtbar. Das senkt nicht die Kosten, sondern erhöht die Anzahl der Fehlversuche drastisch.
Gefährliche Lehrmittelfreiheit: Die Erlaubnis, „irgendwelche“ Online-Quellen (YouTube, ungeprüfte Apps) statt zertifizierter Inhalte zu nutzen, entzieht der Ausbildung jeglichen Standard und garantiert ein Absinken des Wissensniveaus.
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