Bürokratieabbau (Theoretische Ausbildung)

Kernbotschaft: Der geplante Abbau von Vorschriften entpuppt sich als Wegfall notwendiger Qualitätsstandards und rechtlicher Sicherheit.


1. Wegfall von Raumvorgaben

  • Rechtliche Unsicherheit: Die Streichung gesetzlicher Vorgaben für Unterrichtsräume schafft gefährlichen Interpretationsspielraum.

  • Eindeutige Richtlinien sind für den Schutz von Schülern und Lehrern im Problemfall unerlässlich.

2. Risiken der Lehrmittelfreiheit

  • Qualitätsverlust: „Freie Auswahl“ öffnet die Tür für ungeprüfte Inhalte von Plattformen wie YouTube oder TikTok.

  • Veraltete Apps: Im Gegensatz zu professionellen Verlagsmedien werden freie Apps oft nicht auf dem neuesten Stand gehalten.

  • Ohne geprüftes Material ist ein Scheitern in der theoretischen Prüfung vorprogrammiert.

3. Streichung der Prüfungsreifefeststellung

  • Pädagogische Bankrotterklärung: Ohne diese Kontrolle gehen Schüler mit mangelhaftem Wissen in die Prüfung.

  • Kostenfalle: Jede unnötige Prüfung verursacht hohe Kosten.

  • Allein die Gebühren von TÜV/DEKRA belaufen sich auf 24,99 € (Theorie) bzw. 129,83 € (Praxis), zuzüglich der individuellen Vorstellungsentgelte der Fahrschulen.

4. Probleme beim Ausbildungsnachweis

  • Nachweis-Lücke: Die Neuregelung sieht Nachweise erst bei einem Wechsel während der praktischen Ausbildung vor.

  • Prüfungsblockade: Schülern ohne Fahrstunden wird es so unmöglich gemacht, die für die Theorieprüfung verpflichtenden 14 Unterrichtseinheiten offiziell nachzuweisen.

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